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Ein Schiff von Vincke 1 ), ebenso zwei eiserne Schleppkähne, die
Waltjen und Leonhard in Bremen lieferten 2 ), wurden nicht ab
genommen.
Die Gebrüder Haarmann in Holzminden liefsen bei Wüstenfeld
in Münden und Henschel in Kassel ein Dampfschiff Herzog Wilhelm
bauen, das im Frühjahr 1845 seine Fahrten begann, zuerst zwischen
Bremen und Hameln, dann zwischen Bremen und resp. Minden und
Nienburg 3 ); 1846 und 1847 war es an die Vereinte Weser-Dampf
schiffahrt verchartert. 4 ) Danach fuhr es zwischen Hameln und
Karlshafen im Anschlufs an den Dampfer Eduard, der zwischen
Karlshafen und Münden verkehrte, vorher in Ergänzung der Ver
einten Weser-Dampfschiffahrt gearbeitet hatte, bis das Provisorium
durch Einstellung weiterer Schiffe beseitigt wurde. 5 )
Nachdem sich mehrfach Verhandlungen wegen Vermietung von
Dampfern zum Bugsieren, erst mit dem Schiffer Rolff 6 ), ehe er den
kleinen Roland in Fahrt setzte, dann mit der Reiheschiffahrts
deputation in Bremen zerschlagen hatten, mit einer Gesellschaft von
Reiheschiffern, dann mit der Deputation, kam es mit der letzteren
doch zu einem Vertrage. Die Deputation mietete den Blücher, für
den zunächst Reparaturen halber der Wittekind eingesetzt wurde,
für ein Jahr; dann übernahm die Gesellschaft im Einvernehmen mit
der Deputation für eigene Rechnung den Betrieb. 7 ) 1857 erfolgte
die Übernahme der Gesellschaft, die in den letzten Jahren bereits
die Anschaffung eines speziell gebauten, praktischen Remorqueurs
erwogen hatte 8 ), durch den Norddeutschen Lloyd 9 ), der dann den
Betrieb umgestaltete. Der Lloyd übernahm gleichzeitig auch die
Gesellschaft für eine Dampfschiffahrt auf der Oberweser, die seit
14 Monaten einen Dampfer Werra in Dienst gestellt hatte, den der
Lloyd übernahm 5 ), und die Vereinte Allgemeine Assecuranz-Anstalt
*) Jahresbericht 1848.
2 ) Siehe Jahresberichte der Gesellschaft 1849 und 1851 (Sammlung der
Stadtbibliothek Oberweser-Dampfschiffahrt).
8 ) Jahresbericht der Gesellschaft der Vereinten Weser-Dampfschiffahrt 1845,
4 ) Jahresberichte der Ges. der Vereinten W.-Dampfsch. 1846, 1847.
5 ) S. 106, Anm. 3.
6 ) Bolff fand bei seinen Unternehmungen eine gute Stütze an dem kauf
männischen Geschäft seines Schwagers Theodor Rocholl (Bremer Staatsarchiv
1860, März 23).
7 ) Jahresberichte 1848, 1851, 1852.
8 ) Jahresbericht 1854 und folgende.
9 ) Vgl. Jahresbericht der Vereinten Weserdampfschiffahrtsgesellschaft 1857
und H. A. Müller, Gedenkbuch der freien Hansestadt Bremen, Bremen 1876, S, 47.