Full text: Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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Der Verkehr aus der Weser in die Werra wurde durch ein 
Wehr gehemmt, das Hannover im neunzehnten Jahrhundert als 
natürliches Hindernis verteidigt hat, bis die Eröffnung der Konkurrenz 
bahnstrecke von Eschwege bezw. Niederhone und Bebra nach Göttingen 
in den siebziger Jahren die endliche Beseitigung in ihrem Wert 
illusorisch machte, da der Werrahandelsverkehr überhaupt aufhörte. 1 ) 
In der Fulda bestand das sogenannte Laxwehr, doch wurden durch 
von Minden nach Bremen, Göttingen 1844, S. 26, 41 ff.; F. C. Th. Piderit, 
Geschichtliche Wanderungen durch das Weser-Thal, Rinteln und Leipzig 1868, 
S. 62 ff.; W. Lotze, Geschichte der Stadt Münden, 1878, S. 336. Lotze 
berichtet, dass die Arbeiten in Veckerhagen auf Betreiben Hannovers ein 
gestellt seien. 
Zu den Hugenotten gehörte Denis Papin, der 1688 nach Marburg kam. 
Die Akten des Magistrats zu Münden und des Kurfürstlichen Amtes Münden, 
die Zerstörung des von Denis Papin erfundenen Modells eines Dampfschiffes im 
Jahre 1707 betreffend, wurden im Jahrgang 1850 der Zeitschrift des historischen 
Vereins für Niedersachsen, S. 291 ff., von C, Einfeld veröffentlicht. Überden 
Vorgang siehe meine Darstellung in Alte Handelsstrafsen in Deutschland, 
Gotha 1907, S. 17. 
Über Papins Versuche (Modell eines Dampfschiffs) s. B. Stilling, 
Einige Bemerkungen zur Beleuchtung der Frage: Ob Papin 1707 bei seiner 
Schiffahrt von Kassel nach Münden die Kraft des Wasserdampfes als Motor 
gebraucht oder nur durch Menschenhände die Räder seines Schiffes bewegt habe, 
in der Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde, 
N. F., VIII. Bd., 1880, S. 205 ff. und E. Gerland, Das sogenannte Dampf 
schiff Papins, Entgegnung auf die Abhandlung Stillings, ebenda, N. F., Bd. VIII. 
S. 221 ff, wo die weitere Literatur genannt ist; Brunner, ebenda, N. F„ 
XVI. Bd., 1891, S. 239 ff. Auch Rühlmann, Allgemeine Maschinenlehre, 
IV. Bd., Braunschweig 1876, S, 72, und Thilo Hampke, Die Kanalisierung der 
Fulda, Kassel 1895, S. 3 ff.; W. L o t z e, Geschichte der Stadt Münden, 1878, 
S. 113 ff., 336. Neuere Literatur über Papin u. s. Schriften La grande 
Encyclopedie, Paris 1885—1902, tome XXV., p. 993; Brockhaus, Konv.-L., 
1901—1904, XII. Bd., S. 867; Meyer, Konv.-L., 1902 ff, XV. Bd., S. 399. 
i) Bis 1866 hat Hannover nach der formellen Aufhebung des Stapels 
vom 10. Februar 1824 die Sperrung faktisch aufrecht gehalten. Im Dezember 
1866 bereits wurde die Schleusenanlage unter der neuen Regierung beschlossen 
und 1877 bis 80 durchgeführt. Seit 1872 geriet der Werraverkehr in Verfall. 
(Jahresbericht der Bremer Handelskammer 1879, S. 29 ff.) Da die Werra nicht 
gleichzeitig korrigiert wurde, kam die Anlage zu spät. In den achtziger Jahren 
flackerte ein Verkehr noch etwas wieder auf und ruhte seitdem aufser einem 
geringen Lokal- und dem Flofsverkehr. V ergl. Thilo Hampke, Die Kanalisierung 
der Fulda von Münden bis Kassel, Kassel 1895 S. 11, 33; H. Keller, Weser 
und Ems, Berlin 1901, I. Bd, S. 297, II. Bd., 2, Abt., S. 3, II. Bd., S. 362 ff., 
373 ff., 378, 390 (Beschwerde der Mindenar Kaufmannschaft vom 19. März 1843); 
W. Metterhausen, Die Oberweserschiffahrt im letzten Jahrzehnt, Fest 
schrift zum zehnjährigen Bestehen der freien Vereinigung der Weserschiffahrts 
interessenten, Kassel 1902, S. 11.
	        
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