Object: Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

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eingehender Feststellung der Verhältnisse, daß der zur Sache gehörte 
Arl>eiterau>Sschuh hinsichtlich der Brot- und Fleischzulazen erklärt hat, 
daß die Zulagen nunmehr seit einiger Zeit in geregelter und gesetzlich 
zulässiger Weise erfolgen. Ich bemerke hierzu noch, daß die den Berg 
arbeitern zustehenden Mengen an Brot in dem zulässigen Nahmen, 
stets zugesichert gewesen sind, daß aber die genügende Zuweisung bis 
lang durch die bisher mit der Mehlzuteilung der Ortsgemeinüe 
Meggen beauftragte Firma in sehr bedenklicher Weise beeinträchtigt 
worden ist. 
Ich habe daher seit einiger Zeit den Ortsvorsteher in Meggen, 
dem von der Gewerkschaft ein besonderes Lager zur Verfügung gestellt 
worden ist, mit der MMzuteilunz beauftrage, wodurch eine erhebliche 
Verbesserung in der Brotversorgung eingetreten ist. 
Gleichzeitig beantragt der Arbeiterausschuh Meggen, die bisherigen 
Rationen bestehen zu lassen. Ob diesem Antrage stattgegeben wird, 
ist sehr zweifelhaft, da, wie Ihnen ia auch wohl inzwischen durch die 
Presse bekannt geworden sein wird, die Brotraiionen für das Reich 
sich ermäßigen werden und an Stelle dieser Ausfälle erhöhte Fleisch- 
zulagen gewährt werden sollen. 
Schlichtungsausschußsitzungcn, fiskalische Zechen betreffend. 
Bochum, Essen, Oberhausen, den 12. März 1917. _ 
Unterzeichnete Vertreter der vier Bergarbeiterorganisationen 
wenden sich tut Auftrage der Belegschaften der fiskalischen Zechen 
Scholven und Zweckel an das hohe Kriegsamt mit der Bitte, 
dafür zu sorgen, daß bei Sitzungen der Schlichtungsstelle für 
das Bezirkskommando Recklinghausen voin stellvertretenden Vor 
sitzenden. Herrn Bergrat Holländer, auch wirklich versucht wird, 
eine Einigung herbeizuführen, und er sich nicht so ostentativ wie 
am 8. März 1917 auf Seiten der Zechenvertreter stellt. Wir 
erlauben uns, die Vorgeschichte und den Sachverhalt der Ver 
handlung des Schlichtungsausschusses hier klar zu stellen. 
Auf der fiskalischen Zeche Scholven bei Gladbeck fand am 
31. Januar 1917 nach einer fast vollzählig besetzten Beleastbafts- 
versammlnng eine Unterredung mit der Zechenverwaltung statt. 
An dieser Sitzung nahm Herr Geheimrat Reifeisen, der Herr 
Oberbürgermeister von Buer, sowie der Herr Amtmann von 
Gladbeck teil. Auch ein Vertreter der Bergarbeiterorganisati 
onen lvar anwesend. In dieser Sitzung wurde die Lohnsrage 
eingehend erörtert. Herr Geheimrat Reifeisen erklärte, daß eine 
wohlwollende Prüfung und Aufbesserung der Löhne erfolgen 
solle. Eine Steigerung der Hanerlöhne sei bereits erfolgt, wie 
die Dezemberlöhne beweisen würden. Unter 9 Mark Hauerlohn 
sollten nur dann verdient werden, wenn unter Berücksichtigung 
aller Verhältnisse einwandfrei sestznstellen sei, daß die Leistung 
ungenügend war oder, kurz gesagt, die Leute gefaulenzt hätten. 
Eine zweite Belegschaftsversammlnng folgte noch an demselben 
Tage, und hatten die Vertreter der Organisationen sowie der
	        
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