155
Erschteivl mvrraMch ebtttuü
ür.6 fUDlftM
AbsnüLMentspretS für das Quartal M Pfermtg h!
CLpsdtttsur jll
Richard Schmidt, Berli« SW. 68, Lvrdeusir. Co jg
U. Wrgsng
74. .Heutiger Titelkopf der „Fackel"
lich eine Entscheidung in der Frage der Maifeier herbei, da hinsichtlich
der Frage der Arbeitsruhe wieder viel Streit entstanden war. Die Versammlung
stimmte mit großer Mehrheit einer Resolution zu, gemäß der
die Delegierten Berlins beauftragt wurden, dafür zu wirken, daß die
allgemeine Arbeitsruhe als die würdigste Art der Maifeier bezeichnet
werde und daß auf dieser Feier neben dem Achtstundentag und den anderen
Forderungen des Arbeiterschutzes der Völkerfrieden und die allgemeinen
sozialdemokratischen Forderungen energisch betont würden. In gleicher
Weise nahm am 6. August die Kreiskonserenz von Niederbarnim zur
Maifeier Stellung. Vom deutschen Parteitag wünschte diese Konferenz,
daß er die Frage der Volksschule und die Frage Kartelle und Koalitionsrecht
auf die Tagesordnung setze, ferner, daß er bei Änderung
des Organisationsstatuts die Vertretung der Wahlkreise auf den Parteitagen
nach dem Verhältnis der organisierten Genossen ordne und
sich von neuem für die Beseitigung der Ausnahmegesetze gegen Landarbeiter
und Gesinde ausspreche. Auch die behufs Stellungnahme zum
Parteitag einberufenen Parteiversantmlungen Berlins, die am 23. August
tagten, sowie die am 28. August in Zossen tagende Generalversammlung
des Kreises Teltow-Beeskow-Charlottenburg stellten die Forderung, die
Volksschule auf die Tagesordnung des Kongresses zu setzen, und in den
meisten Versammlungen wünschte man dazu Leo Arons als Referenten.
Ebenso nahmen die meisten dieser Versammlungen in bezug auf die Organisation
der Partei Resolutionen an, die auf eine Verschärfung der
Zentralisation abzielten. Nur in Berlin ll wurde der Antrag, die
Vertretung auf den Parteitagen im Verhältnis der Zahl der organisierten
Genossen zu ordnen, abgelehnt. Abgelehnt wurde ferner in Berlin III und
Berlin V der im ersten Wahlkreis von Dr. Friedeberg gestellte Antrag,
die Frage des Generalstreiks auf die Tagesordnung des Kongresses zu
setzen. Dagegen schloß sich Berlin I einem Antrag der Genossen von
Elbing und Potsdam-Osthavelland an, der Propaganda unter den zur Armee
einberufenen Proletariern und Aufklärung der künftigen Soldaten über
ihre Pflichten gegenüber dem „inneren Feind" verlangte. In Berlin V
fand der Antrag eine Mehrheit, die Alkoholfrage auf die Tagesordnung
zu sehen. Berlin III und Berlin IV nahmen Anträge an, die verlangten, daß
den Parteigenossen eindringlich zur Pflicht gemacht werde, bei Stichwahlen
nicht für die Freisinnigen zu stimmen, und in Berlin IV