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gleich der verschiedenen Löschmethoden bei Seglern abgesehen
werden. Ein Segelschiff mit Kohlenladung muß jedenfalls mit
Hilfe von Donkeys entladen werden, da die Greifer mit ihren
langen Auslegerarmen die Takelage leicht beschädigen können,
andererseits aber auch die Luken der Segler bei der geringen
Größe der in Frage kommenden Schiffe kaum die erforderliche
Weite aufweisen würden, die für ein rentables Arbeiten der Greifer
Vorbedingung ist.
Ich kann hier bei der Darstellung der Kostenersparnisse der
Lösch- und Ladeeinrichtungen für die Reedereien den Umschlag
mit Kohlenkippern 1 ) und Kohlen Verladebrücken * 2 ) außer acht lassen.
Beide sind für den Kohlenumschlag nicht von allgemeiner Bedeu
tung. Die Kohlenkipper haben außerdem an sich erst indirekt
Bedeutung für die Reederei, als nämlich der Kipperumschlag meist
erst in die Schuten und Leichter vor sich geht und dann erst der
Bunkerbetrieb als gesonderter Vorgang erfolgt.
Dagegen sind die Bunkervorrichtungen für die Reedereien
von wachsender Bedeutung. Das Bunkern wird einerseits mit
Winden oder Donkeys vollführt oder andererseits neuerdings mit
den Kohlenhebern. Die Ersparnis bei moderner Kohlenbunkerung
stellt sich wie folgt dar 3 ):
Bunkerung von Kohle.
Menge: 500 Tonnen.
Mk.
Mk.
Donkeys oder Winden:
Ein Gang von 12 Mann leistet
25 t/Std.
Kosten per t 1,20 Mk .inkl. Trimmen
in die Bunker für 500 t . ...
600,—
Heber:
Leistung eines Hebers 100 t/Std.
Kosten per t 0,75 Mk. inkl. Trimmen
in die Bunker für 500 t . . . .
375.—
600,—
375 —
Die Kosten bei der Heberbunkerung sind demnach um
37,5 % der früheren bei Donkeybunkerung gefallen. Ferner waren
früher zur Bunkerung von 500 To. Kohle 2 Tage erforderlich,
>) cf. s. 5 9 ff.
a ) cf. S. 53 ff-
3 ) Das Beispiel gilt für den Heber der Hapag.