Full text : Geld-, Bank- und Börsenwesen

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auftrage.  Jede  Seite  enthält  meist  zwei  Spalten:  in  der  einen  werden
die  limitierten  Aufträge,  in  der  anderen  die  Aufträge,  welche  „bestens"
auszuführen  sind,  notiert.
Da,  wie  erwähnt,  immer  je  zwei  Kursmakler  dieselben  Wertpapiere  handeln,
so  geben  Banken  und  Bankiers  in  der  Regel  die  Aufträge  während  der  Dauer
eines  Monats  abwechselnd  einem  der  beiden  Kursmakler.
Die  Makler  jeder  Gruppe  nehmen  die  Werte,  die  sie  handeln,  nacheinander ­
  durch.  Sie  berechnen,  welche  Beträge  der  ihnen  erteilten  Aufträge
zu  einem  von  ihnen  angenommenen  Kurse  zu  kaufen  oder  zu  verkaufen
übrig  bleiben.  Angenommen,  der  eine  Makler  der  Gruppe  hätte  von
einem  Papier  folgende  Aufträge:

Verkauf:

Kauf:

160  000  M  zu  142»/ 0

20  000  M  zu  142,50  o/ 0

120  000  M  bestens

140  000  M  zu  142  o/ 0

80  000  M  bestens

Zum  Kurse  von  142  %  können  sämtliche  Kauf  auftrüge  zur  Ausführung ­
  gelangen.  Derjenige,  der  den  Auftrag  erteilt  hat,  die  Papiere
nicht  über  142,60%  zu  kaufen,  erhält  sie  sogar  0,50%  unter  seinem  Limit.
Da  den  V  e  r  k  a  u  f  s  auftrügen  von  280  000  M  nur  Käufe  im  Betrage
von  240  000  M  gegenüberstehen,  so  finden  40  000  M  keine  Kompensation.
Lauten  nun  die  Limite  des  anderen  Maklers  der  Gruppe:

Verkauf:

Kauf:

60  000  M  zu  141,50  o/ 0

140  000  M  bestens

100  000  M  zu  141,75%

160  000  M  zu  142%

100  000  M  zu  142%

d.  h.  hat  er  per  Saldo  40  000  M  mehr  zu  kaufen  als  zu  verkaufen,  so
kompensieren  sich  diese  40  000  M  mit  den  zu  verkaufenden  40  000  M  des
anderen  Maklers.  Der  Kurs  wird  also  142  %.
So  einfach,  wie  in  diesem  Beispiel,  ist  die  Kursfestsetzung  jedoch  in
der  Regel  nicht.  Die  Makler  müssen  meist  erst  mehrere  Kurse  probieren,
um  zu  einem  brauchbaren  Kurse,  d.  h.  zu  einem  Kurse,  der  die  Aus-
            
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