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bei jenen eingestellt, da nicht das Allgemeine des Weltmarktes, sondern
das ganz konkrete der besonderen Aufgabe vor ihm steht. Beides zu vereinen,
ist dem Menschen aber nicht möglich. Am Persönlichkeitsfaktor
scheitern daher die Versuche, die Organisationstendenzen der Massenindustrie
auf den Maschinenbau zu übertragen.“ 1 )
Wiedenfeld führt auch noch ähnliche Beispiele aus der Textilindustrie
an und kommt ganz allgemein zu dem Resultat: „an der Grenze menschlicher
Leistungs- und persönlicher Übersichtsfähigkeit müssen die Organisation
sbestrebungen trotz aller sachlich auf Vereinnigug drängenden
Momente Halt machen.“ 2 ) Ein Hindernis prinzipieller Natur setzt also
nach dieser Ansicht den vertikalen Kombinationsbestrebungen ein Ziel.
Ist die Beweisführung stichhaltig oder hat sich Wiedenfeld auf Grund
einer richtigen Beobachtung zu einem irrigen Schluß verleiten lassen ?
Mir scheint das letztere der P'all zu sein. Die Ausführungen über die
Maschinenindustrie beziehen sich auf deutsche Verhältnisse. Da es in
Amerika Brauch ist, sich möglichst auf die Herstellung ganz bestimmter
Maschinen typen zu verlegen, um durch Massenerzeugung die Produktionskosten
möglichst herabzudrücken, ist hier jener tiefgehende Unterschied
zwischen der Maschinenbauindustrie und den Industrien der Vorstufen
verwischt, einer Kombination stände kein prinzipielles Hindernis entgegen.
Aber bleiben wir bei den deutschen Verhältnissen. Auch hier würde in
einigen Fällen das prinzipielle Hindernis unwirksam sein, nämlich dann,
wenn die Maschinenfabrik infolge ihres großen Bedarfs an Eisenmaterialen
die Leistungsfähigkeit des angegliederten Stahlwerkes vollständig in
Anspruch nimmt. Das Stahlwerk erhält jetzt sein Arbeitspensum nur von
der Maschinenfabrik vorgeschrieben. Ausschlaggebend sind die Aufträge,
die die Maschinenfabrik hereinholt. In diesem Riesenunternehmen wäre
dem Leiter jene unlösbare Doppelaufgabe, auf die Wiedenfeld hinweist, erspart.
Es bleiben aber jene Fälle, wo das Stahlwerk mit einem mehr oder
minder großen Teil seiner Erzeugung auf den Weltmarkt angewiesen ist,
seine Leistungsfähigkeit den Bedarf der angegliederten Maschinenfabrik
übersteigt. Auch hier sehe ich kein prinzipielles Hindernis. Wächst die
Vertretung der Interessen des Stahlwerks und der Maschinenfabrik infolge
ihrer heterogenen Natur dem Leiter über den Kopf, dann ist die einfachste
Lösung des Problems, die Leitung jedes Werkes einem besonderen Direktor
zu übertragen und diese einer gemeinsamen Spitze zu unterstellen, deren
Aufgabe es ist, die Gesamtinteressen des Unternehmens zu vertreten, für
das gedeihliche Zusammenarbeiten der angegliederten Werke zu sorgen.
J ) Wiedenfeld, Das Persönliche im modernen Unternehmertum S. 77—79.
2 ) Wiedenfeld S. 83.