Object: Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

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betrug i860 = 15, 1870 = 25, 1876 = 16, 1877 = 22, 1878 
= 21, 1879 = 20 und 1880 = 16 Mill. B. 
Durch Special - Contracte erlangen Producenten oder 
Händler, welche grosse Quantitäten zu bewegen haben, bil 
ligere „Durchtarife“ und da sich an den inneren Sammel 
plätzen, wo sich mehrere Concurrenzbahnen oder eine Bahn 
und ein schiffbarer Fluss schneiden, Elevatoren finden, in 
welchen die Händler grosse Massen Getreide ansammeln, die 
sie dann in ganzen Eisenbahnzügen ablassen, so wird weit 
aus das meiste Getreide auf Grund von Spe- 
cialcontracten durch mehrere Staaten an die Haupt 
sammelplätze transportirt, also billiger als nach den obigen 
Tarifsätzen. Sehr gewöhnlich ist, dass man den Verfrachtern 
grösserer Posten gestattet, 30.000 Ibs. Getreide in jeden 
Wagen zu laden, ihnen aber nur die Normalladung von 
24.000 Ibs., zuweilen von nur 20.000 Ibs. berechnet, wodurch 
sich obige Erachten nicht selten um 25 bis 30 pCt. er- 
mässigen ! 
Ein anderer Fall ist folgender: Herr Dairymple konnte 
Weizen von Fargo am Redriver in Dakota über St. Paul nach 
Chicago, von da über Buffalo nach New-York senden. Dies 
würde der regelmässige Weg für Getreide in kleinen Posten 
sein und kosten per B. von Fargo nach St. Paul 15 c., von 
St. Paul nach Chicago 12 c., Unkosten in Chicago 2 c. 
Chicago Buffalo 3 c.. Summa 32 c. bis Buffalo. Mr. Dalrymple 
sendet seine 30.000 B. täglich per Expresszug nach Duluth 
und von da in selbstgecharterten Schiffen nach Buffalo, was 
im Ganzen nur 27 c. per B. kostet. 
Mit vollkommener Genauigkeit lassen sich die Trans 
portkosten im Allgemeinen in Amerika nicht feststellen, son 
dern nur von Fall zu Fall, und die Tarife wechseln auch 
sehr oft; der Wintertarif derBahnen ist in der Regel höher als 
der Sommertarif, freilich meist nur da, wo die Concurrenz 
einer Wassertrasse existirt. Man kann aber sicher annehmen, 
dass die oben gegebenen officiellen Eisenbahnfrachttarife 
Maximalfrachtraten sind, die schon für so kleine 
Quantitäten, wie eine normale Waggonladung von 24.000 
Ibs. gelten, und dass das „grosse Geschäft“ durchweg mit
	        
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