Metadata : Ursachen und Ziele des Zusammenschlusses im Gewerbe

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nehmungen  führt.  Der  Wettkampf  hat  auch  diese  Bewegungen  ins  Leben
gerufen.  Die  Organisationen  erhöhen  die  Kraft  des  Unternehmens,  schaffen
eine  neue  Überlegenheit  der  „gemischten“,  nämlich  der  „kombinierten“
Unternehmungen  über  die  „reinen“,  die  nichtkombinierten.  Dazu  erweist
sich  die  Überlegenheit  oft  auch  von  größerer  Dauer,  denn  nicht  immer  vermögen ­
  alle  Konkurrenten  auf  diesem  Wege  so  rasch  zu  folgen  und  für
einige  ist  er  überhaupt  ungangbar.  Aber  einmal  muß  auch  dieser  Vorteil
fallen,  müssen  sich  nach  Ausschaltung  der  schwächeren  nur  hoch  gleich
starke  Gegner  gegenüber  stehen.  Interessant  ist  nun,  daß  dieses  wichtige
Kampfmittel  erst  überall  dort  eine  erhöhte  Bedeutung  erlangt,  wo  eine
teilweise  Regulierung  des  Wettkampfes  durchgeführt  ist,  wo  Kartelle  den
Konkurrenten  mehr  oder  minder  enge  Schranken  ziehen,  während  andererseits ­
  die  Trusts  als  die  Vollender  des  Kombinationsgedankens  aufgefaßt
werden  können.
Die  Motive,  die  zum  mehr  oder  minder  festen  Zusammenschluß
bisher  getrennter  Unternehmungen  führen  —  sei  es  zur  Interessengemeinschaft, ­
  sei  es  zur  vollständigen  Fusion  —  haben  alle  das  Ziel,  die  Sicherheit
und  Rentabilität  des  Unternehmens  zu  heben.  Entweder  sollen  die  Kombinationen ­
  den  gleichmäßigen  Bezug  der  Rohstoffe  garantieren  und  nach
dieser  Hinsicht  die  Unternehmung  von  den  schwankenden  Marktpreisen
unabhängig  machen,  oder  sie  sollen  die  Produktionskosten  herabdrücken,
und  zwar  einerseits  durch  die  möglichst  vollkommene  Ausnutzung  der  vorhandenen ­
  Anlagen,  andererseits  darüber  hinaus  durch  produktionstechnische ­
  Verbesserungen,  oder  endlich  sie  sollen  den  Absatz  sichern
durch  Reduzierung  der  Absatzkosten  und  durch  innigere  Fühlungnahme
mit  dem  Markt.
Zum  größten  Teil  werden  diese  Ziele  erreicht  durch  die  vertikale
Kombination:  die  bisher  selbständigen  Unternehmungen  der  einzelnen
auf  einander  folgenden  Stufen  der  Erzeugung  und  die  des  Absatzes  werden
zu  einem  einheitlichen  Großbetrieb  zusammen  geschlossen.  In  ihrer
höchsten  Vollendung  umfaßt  die  vertikale  Kombination  von  den  Rohstoffen ­
  angefangen  den  ganzen  Produktionsprozeß  mit  Einschluß  des  Absatzes. ­
  Zum  Teil  vermittelt  den  Erfolg  die  horizontale  Kombination.
Unternehmungen  derselben  Produktionsstufe,  die  also  nicht  aufeinander
angewiesen  sind,  schließen  sich  zusammen  und  zwar  ist  es  nicht  nötig,  daß
die  Unternehmungen  die  gleichen  Waren  erzeugen,  es  genügt,  daß  es  verwandte ­
  Produktionsstätten  sind,  die  sich  auf  das  gleiche  Vorprodukt
stützen.  Somit  kann  auch  eine  horizontale  Kombination  zu  einer  größeren
Mannigfaltigkeit  der  Erzeugung  des  neuen  Großbetriebes  führen.  Wenn
ein  Stahlwerk,  das  bisher  nur  Walzstraßen  für  schwere  Profile,  für  Schienen,
Schwellen,  Träger  besaß,  sich  Walzwerke  angliedert,  die  sich  auf  die  Her-
            
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