Full text : Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

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dem  Eriesee  Getreideschiffen  den  Auslauf  gestattet,  aber  nach
Albany  am  Hudsonflusse,  auf  welchem  letzteren  die  Barken
nach  New-York  befördert  werden,  ist  nur  8  Fuss  tief  und  die
Barken  auf  ihm  können  nur  8000  B.  im  Durchschnitt  tragen.
Er  ist  350V2  Meile  lang  zwischen  Buffalo  und  Albany,  hat
76  Schleussen  und  einen  Querschnitt  von  nur  ca.  400  □  Fuss.
Der  neue  Weilandcanal,  der  etwas'kürzer  ist  als  der  alte,  ist
26  Meilen  lang,  hat  nur  25  Schleussen,  aber  einen  Querschnitt ­
  von  1.648  □  Fuss,  indem  er  am  Boden  100  Fuss,  oben
156  Fuss  breit  ist.  Bis  jetzt  ist  er  erst  13  Fuss  tief  und  ermöglicht ­
  Schiffen  von  12  Va  Fuss  Tiefgang  die  Passage,  er  soll
aber  auf  14Va  Fuss  vertieft  werden.  Jede  Schleusse  ist  270
Fuss  lang  und  45  Fuss  breit,  zwischen  je  zwei  Schleussen  ist
eine  Minimaldistance  von  800  Fuss.  Die  Häfen  an  beiden
Canalenden  sind  17  Fuss  tief.  Schiffe,  die  43.000  Bushels
fassen,  werden  den  neuen  Wellandcanal  passiren,  und  so  wie
^4Va  Fuss  tief  sein  wird,  solche  von  100.000  B.  Der  Canalzoll ­
  beträgt  ca.  Va  c.  per  B.,  soll  aber  abgeschafft  werden.
Obschon,  wie  oben  gesagt,  Oceandampfer,  nachdem  sie
geleichtert  sind,  den  Canal  passiren  können,  wird  Getreide
doch  wahrscheinlich  in  grossen^Barken  und  Dampfern  bloss
von  den  Seen  bis  Montreal  gebracht  und  hier  in  die  Oceanschiffe
  geladen  werden.  Wenigstens  betrachtet  man  Montreal
als  den  natürlichen  Umlade-  oder  Stapelplatz.  Das  Umladen
mittelst  schwimmender  Dampfelevatoren  kostet  nur  V2  c.  per
B.  und  hat  die  Elevatorcompagnie  25  pCt.  Dividende  gezahlt.
Jetzt  ist  eine  Concurrenz-Compagnie  entstanden,  welche  das
Umladen  für  V4  c.  per  B.  besorgen  will.  Bisher  kostete  die
Fracht  von  einem  Punkte  am  Oberen-  oder  Michigansee,
Duluth,  Milwaukee  oder  Chicago,  in  der  Regel  gleich  viel,
und  zwar  ca.  10  c.  per  B.  bis  Montreal,  von  da  bis  Liverpool
schwankt  sie  sehr,  betrug  aber  durchschnittlich  10Va  c.,  so
dass  sich  noch  im  Sommer  dieses  Jahres  die  Fracht  von  einem
Punkt  an  jenen  Binnenseen  auf  etwas  über  20  c.,  mit  Versicherung ­
  auf  ca.  22—23  c.  per  B.  stellte,  einige  Jahre  früher
sogar  auf  30  c.  Durch  den  Wellandcanal  hofft  man  die  Fracht
bis  Montreal  auf  6—7  c.  per  B.  herabzudrücken,  und  die  Totalfracht ­
  von  Chicago,  Duluth  und  Thunder-Bay,  dem  Endpunkt
            
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