197 und 198. Konservatives Flugblatt aus dem Wahlkreis Teltow-Beeskow-
Storkow-Charlottenburg
Sie bowl» fteljlMtrig« Mchiiroge» liegen sich in unterem Wahlkreis in bett Haaren. Du Engen Richter
sich gegen die Kandidatur de, bekanmen De. Bernstein erllLri har. ho, man schnell Herrn «heinbncher -n Bernstein«
Stelle aufgestellk Di- fteistnnige geilung, da, Organ der WadenstrLmpfler. wirst den Sasftrftieflern. dem „Berliner D-gebla»"
und der „Berliner Volk-jeiinng' „raffinierte Verlogenheit" vor und Arthur Bernstein und der Handlanger de,
Herrn Eugen Richter, der bekannte Rrktoi Kopsch. zerfleischen fich in den Blattern de» Freist«,». weil Kopsch aus da«
Judentum de, Dr. Bernstein hingewiesen hat und nun wird schnell Juftigra» Rhrindacher au, der Versenkung gestalt.
ße £ff Sl Ulli steht die Wühler,chast diesem Schauspiel zu! lind der uatiauallilierale Parteitag in Hannoverk
Die .Kölnische Dolttzeiiung' schreib! über denselben:
„Dcr Geheime Kommerzienrat Luc in, hat den Wahlvorstand der naimnaliHeralen Partei
ersucht, ihn an» der Liste bet Wahlmünner für de» Landzerichttrat Hagemaon zu streichen. Er
degrLnde! diesen Schritt mit dem jüngst abgehaltenen nationalliberalen Parteitag in Hannover, wo der
Kamps gegen die Konservativen, sei e, selbst mit Hilfe der Sozialdemokratie, dringend empjohlen wurde!"
Und Lucius ist ein inst Abgeordnctcuhanse hochgeachteter Mann!
Heute nun ersucht der Borsttzeade de» nationaiilberalen OrlSvercin», also am 31, Oktober, 18 Tage
POt btt 2öasts, NM Adressen zue Eeleichleeung der Ausstellung liberaler Wahlmünner! Weiche jamrner-
|»lc Organisation! Dieser nationalliberale Vorsitzende ist ein Regierangsrat.
Also ei» RegieeongSral tritt für Freisinn und Nationalliberale eint Für dkk! Jttcifittll, der u».
mtttrjt in «niete« Wahlkreise die Sozialdemokratie Jahrzehnte unierstützt hat! Da mutz man doch ««»rasen:
„Rechter Hand, linker Hand, alles vertauscht!"
Zum Schluß «och ein Wort für die roten Brüder.
Die Ioztaldemokrati« lvill de» Einfluß der Junker und Pfaffen brechen. Dieser Einfluß ist in unserem Wahl'
kreise nie vorhanden gewesen.
Die Befreiung de« gesamten Menschengeschlechtes und die gesellschaftliche Umwandlung hSt Sekamitlich aus dem
Dresdener Parteitag begonnen' „Schulbube". ,Pfui'. „Lump" „Schuft'. ..bessere Schmücke" (Kerle. .die am.Vorwärts" ein
schmutziges Handwerk treiben") .mit Keulen schlagen, daß die Fetzen fliegen', .Zweideutigkeit'. ..Btträterei«. „schmutzige
Perfidie- u.j.w. u.j.w. Diese hübschen Nedeblüten verdeutlichen »rrö am beste», wie es im ZttkMtsts-
ftaate zugehen wird.
In Dresden haben sich die eiternden Geschwüre der Sozialdemokratie geöffnet.
C^ttt fii§ AUktt muß jeden anständigen Menschen ergreifen, der die
kssangrs" liest, die sich die „völkerbesreieiide Sozialdemokratie" unter frenetischem Geheul der Teilnehmer des Dresdner Partei»
tage» an den Kopf warfen. Diese Genossen wollen Christentum. Monarchie und da« Reich Kaiser Wilhelm I. durch ihren
ZukunftSsraal ersetzen?
Wer »lirst nicht an die Tchreckenstateu der Pariser Kommune denken?
Arbeiter! Bürger! das sind die Leute, denen Ihr Eure Groschen opfert!
Für diese Leute ist der Freisinn unseres Kreises bei der ReichStagSwahl eingetreten und mit diesem Freisinn gehen
die beiden Herren. Rhetrrdacher und Karsten, Ar« in Ar« zur Wahl?
Wähler!
Die Entscheidung kann für Euch nicht schioer sem.
Wir bitten Such, einmütig, soll der Wahilrri, nicht verloren lein, am ,r November für '£9stljlttt?.ttwep
einzutreten, die für
Pelisch «>» Hammer
chre Stimme abgebe« wollen am 20. November.
Die Gefahr ist groß. Wir müssen im ersten Wahl-
gange siegen« sonst ist der Wahlkreis für immer verloren!
«•i-f nrt e,r«aW.